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An dieser Stelle veröffentlichen wir Wildrezepte aus dem eigenen Erfahrungsschatz.

Nicht nur aus den besten Stücken kann Feines zubereitet werden!


 

Wildfleisch ist hochwertiges Fleisch, fettarm und schmackhaft. Wildtiere wachsen ohne "wachstumsförderndes Zusatzfutter" auf. Es ist daher nicht erstaunlich, dass die Wildküche viele Liebhaber hat. Wildfleisch aus einheimischer Jagd vermag gerade mal 25% der Nachfrage zu decken. 75% wird aus dem Ausland importiert.

Die Qualität des Wildbrets hängt vom weidgerechten Erlegen, von kurzen Transportwegen und vom fachgerechten Versorgen und Zerwirken ab. Auch die Pardieler Jäger setzen alles daran, nur beste Qualität zu liefern.

Generell ist in der Wildbret-Küche zu beachten, dass das Fleisch gut gegart wird. "Rosé" ist noch knapp erlaubt, "saignant" oder "bleu" könnte fatale Folgen haben.

Unsere Wildbretpreise 2010 (pro Kilo, in der Decke, ohne Haupt und Innereien)

Reh            Fr. 13.50

Hirsch        Fr  11.00

Gams         Fr.   9.50


Die Rezepte

  1. Hirschgeschnetzeltes                        von Anna und Reto Schneider

  2. Steinbock-Ravioli                             von Carmen Laetsch

  3. Hirsch-Hackbraten                            von Doris Nägeli  † 28.03.2009

  4. Pfeffer                                            von Trudi und Eveline Thomann

  5. Hirschkotelett mit Serviettenknödel   von Manuela Solinger                              

  6. Wildterrine                                      von Carmen Laetsch

  7. Coca-Cola-Braten                              von Doris Bornmann

 

 

 

Hirschgeschnetzeltes

nach Art des Hauses

aus der Küche von Anna und Reto Schneider

 

Man nehme... 

600 g Hirschfleisch, geschnetzelt

100 g Speckwürfel

1 Esslöffel Olivenöl

1 Esslöffel Mehl

4 Zwiebeln, geviertelt

1 Esslöffel Tomatenpüree

 

1 Teelöffel Salz

1 Teelöffel Paprika

1 Teelöffel Thymian

2,5 dl Rotwein

2 Esslöffel Bratensaucepulver

2 dl Wasser

 

300 g frische Champignons, geviertelt

4 Esslöffel Sauerrahm oder Rahm

Streuwürze, Pfeffer, Paprika

 

als Beilagen eignen sich Spätzle, Polenta, Teigwaren und Reis

Gemüse: Ratatouille, Rotkraut, Rüben usw.

 ... und bereite zu:

Olivenöl in der Bratpfanne erhitzen, Speckwürfel glasig braten, Fleisch dazu geben und gut anbraten

Mehl darüberstreuen, unter wenden gut anbraten

 

Zwiebeln und Tomatenpüree beigeben, kurz mitbraten,

mit Salz, Paprika, Thymian würzen

mit dem Rotwein ablöschen

halb einkochen lassen

Bratensaucepulver und Wasser mischen, über das Kochgut giessen

ca. 40 bis 50 Minuten köcheln lassen.

 

 

Champignons dazugeben, 10 Minuten mitkochen

Rahm zum verfeinern beigeben

mit den Gewürzen abschmecken

 

 

 

 

 

 

Steinbock - Ravioli

aus der Küche von Carmen Laetsch

 

Man nehme... 

für den Nudelteig:

500 g (Weiss-)Mehl

   4 Eier

   1 Eierschale Wasser, darin gelöst 4 Prisen Salz

 30 g Butter oder Olivenöl

 

für die Füllung:

350 g Fleisch vom Steinbock* (Bratenstücke, Voressen)

350 g Spinat oder Mangold, gekocht

   3 Scheiben Räucherschinken

   2 Esslöffel Olivenöl

   1 Eigelb

   2 dl Marsala

         Salz, Pfeffer, Muskatnuss

 

*auch Gams- oder Hirschfleisch eignet sich

 

... und bereite zu:

Nudelteig - Streifen:

Den Nudelteig zu einer ca. 8 cm dicken Wurst formen,

davon 3 cm dicke Scheiben abschneiden,

daraus mit der Nudelmaschine dünne Streifen von der Breite der Ravioliform herstellen (2 - 3x durchdrehen, bis die Streifen dünn und breit genug sind).

 

Füllung:

Fleisch in der Pfanne im Olivenöl braten und zusammen mit dem gekochten Spinat und dem Räucherschinken cuttern oder durch die feinste Scheibe wolfen,

Eigelb, Marsala, Salz, Pfeffer und Muskatnuss daruntermischen.

 

Einen Teigstreifen auf die Ravioliform legen, Füllung kaffelöffelweise in die Vertiefungen geben, einen Teigstreifen drauflegen und mit dem Nudelholz andrücken.

Ravioli einzeln herauslösen.

In knapp kochendem Wasser 5 Minuten lang garen lassen.

Anrichten nach Belieben

 

 


 

 

Hirsch - Hackbraten
 
à la Weilig

aus der Küche von Doris Nägeli † 28.03.2009
 

Man nehme... 

Ca. 500 g Hirschhackfleisch

 200 g  Kalbsbrät

1 Zwiebel

1-2 Knoblizinggen

 Peterli

1 Löffel  Oel oder Butter

1 kl. Semmeli od. 1 Stk. Weissbrot

½ dl  Milch

1  Ei

Salz

Fleischgewürz

Pfeffer

1 dl Weisswein

3 dl  klare Sauce (ziemlich kräftig)

etwas Saucenrahm

 

... und bereite zu:

Zwiebel und Knoblauch fein schneiden und zusammen mit dem Peterli weich dämpfen. Das Semmeli (aufgeweicht mit der warmen Milch) fein schneiden und kurz mitdämpfen. Leicht auskühlen lassen. Das Ei dazugeben und alles im Cutter (wenn vorhanden) noch mehr zerkleinern.
Das Fleisch würzen und alles gut mischen. Dann 1 grösserer oder 2 kleine Hackbraten formen (mit Paniermehl). In die geölte (kalte) Bratpfanne legen.
Den Backofen auf 220° vorheizen. Sobald der Braten leicht braun ist, den Weisswein darüber giessen und von Zeit zu Zeit die vorbereitete Sauce dazugeben.
Bratzeit 45 – 50 Minuten (je nach Grösse).
Die Sauce evtl. noch mit etwas Saucenrahm verfeinern.
 
Den Braten mit Nüdeli und Äpfeln mit Preiselbeeren servieren. En Guata.



 

 

Pfeffer
 
vom Hirsch, Reh oder Gams

aus der Küche von Obmann's Mutter Trudi Thomann (†) und ihrer Schwiegertochter und Obmann's Frau Eveline
 
 

Man nehme...

ca. 2 kg    Pfefferfleisch

½  Liter    Essig

ca. 1 Liter Rotwein

3-4           Lorbeerblätter

1 Essl.       ganzer Pfeffer

1 Essl.       Salz

ev. etwas Selleriekraut oder Lauch

                Pfeffer gemahlen

                Mehl

2 ½  dl      Bouillon

100 g        Speckwürfel

 

 

...und bereite zu:

Fleisch, Essig, Wein, Lorbeerblätter, ganzer Pfeffer, Salz und Sellerie- oder Lauch lagenweise in einen Topf geben und 7-10 Tage an einem kühlen Ort ziehen lassen.

Achtung: Fleisch muss jeden 2.Tag untereinander gemacht werden und sollte immer mit Flüssigkeit bedeckt sein. (ev. Wein nachgiessen)

Kochen:

Fleisch aus der Beize nehmen, gut abtrocknen und in heisser Butter nicht zu fest anbraten, würzen und ev. salzen.

In einer Pfanne 21/2 dl Bouillon zubereiten und gleichzeitig eine Kelle Mehl in der Bratpfanne dunkelbraun rösten.

Das geröstete Mehl durch ein Sieb direkt in die Bouillon geben und aufpassen, dass es keine Knollen gibt. Danach auch das Fleisch beigeben und alles ca. 2 Stunden köcheln lassen. Manchmal probieren, ob das Fleisch schon zart ist. Sollte das Fleisch früher weich sein, die Sauce allein weiter köcheln, bis sie sämig ist. Je nach Geschmack Sauce etwas nachwürzen.

Speckwürfel braten und vor dem Servieren über den Pfeffer geben.

Dazu passen am besten Spätzli und Rotkraut.

   

 

Hirschkotelet

mit Alpenkräuterschnaps

aus der Küche von Manuela Solinger,
Wildbretspezialistin vom Zerwirken bis zum Service
 
 

 

Man nehme (für 5 Personen)... 

10 Hirschkotelettes oder Filetschnitzel à 80 g

 1 dl Alpenkräuter- oder Wachholderschnaps

10 Wachholderbeeren

    Salz und Pfeffer

 2 dl Rahm

50 g Butter

0.5 dl Öl zum Braten

 

... und bereite zu:

Das Fleisch 56- Stunden mit dem Schnaps und den zerdrückten Wachholderbeeren marinieren. Aus der Marinade nehmen, abtropfen, gut mit Küchenpapier trocknen und würzen. Das Fleisch in der Pfanne rosé braten und im Ofen warmhalten. Mit der gesiebten Marinade ablöschen und sirupartig einkochen. Rahm beifügen, 3 Minuten kochen und Butterflocken einrühren.

 

   

 

Zum Hirschkotelett empfiehlt Frau
Manuela Solinger einen währschaften

Serviettenknödel


 
 

 

Man nehme ... 

200 g altbackenes Brot

   2 Eier

gut 1/8 dl Milch

 40 g zerlassene Butter

      Salz, Muskat

      Butter zum Abschmelzen

 

... und bereite zu:

Das Brot kleinwürflig schneiden. Eier, Milch, Butter, Salz und Muskat verquirlen und über das Brot giessen, gut vermengen und eine Weile stehen lassen.

Eine Stoffserviette nass machen, auswringen und auslegen.

Die Knödelmasse daraufgeben, aufrollen, wie einen Braten binden oder an einer Kelle aufhängen. Im Salzwasser 15 Minuten sieden lassen.

In Scheiben schneiden und mit brauner Butter übergiessen.

 

   

 

Wildterrine

aus der Küche von Carmen Laetsch
 

Man nehme...

(für eine Terrine von ca. 1,2 l Inhalt)

600 g Wildfleisch (Reh, Hirsch, Gämse, Hase)

1 Filet (-Streifen) als Milieu

300 g Spickspeck

1 1/2 Esslöffel Pastetengewürz

Salz, Pfeffer aus der Mühle

je 1 Prise Koriander, Muskatnuss, Cayennepfeffer

1 Lorbeerblatt und 6 Wachholderbeeren

3 dl Schlagrahm

1 Eigelb

50 g Pistazien (Kerne)

10 g Morcheln, getrocknet

1/2 Zwiebel

1/2 dl Cognac

1/2 dl Gin

ca. 2 mm dicke Spickspeckstreifen zum Auslegen der Terrine

 

 

... und bereite zu:

Grundsätzlich immer auf Eis arbeiten: Metallschüssel für die Bearbeitung der Farce ins Eis stellen. Zwischenstufen kühl stellen.

Wildfleisch würfeln und für 24 Stunden in einer Marinade aus dem Cognac, Gin und den Gewürzen kühl stellen.

Das Filetstück anbraten und ebenfalls kühl stellen.

Das Fleisch - ohne Lorbeerblatt und Wachholder - zusammen mit dem Spickspeck durch den Wolf drehen oder mit dem Cutter zerkleinern. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.

Die Morcheln zusammen mit der fein gehackten Zwiebel andünsten und fein gehackt nach Zugabe der zerkleinerten Pistazienkerne mit der Farce mischen. Das Eigelb in die Farce geben und den geschlagenen Rahm gleichmässig unterziehen.

Die Terrine mit den Spickspeckstreifen auskleiden, die Farce bis zur Hälfte einfüllen, das Filetstück darauf legen und mit der zweiten Hälfte der Farce und schliesslich mit Spickspeckstreifen zudecken.

1 1/2 Stunden zugedeckt im 120°-Wasserbad garen. Anschliessend abkühlen lassen und für eine optimale Geschmacksentwicklung drei Tage im Kühlschrank lagern.

Für einen besonders gepflegten Service entferne man die Spickspeckstreifen und giesse die Form mit einer Sülze aus  Wildfond zu. Garnitur nach Belieben.

 

 


 

Coca-Cola-Braten

aus der Küche von Doris Bornmann im Försterhaus, Hundelshausen (Witzenhausen, Hessen) am Eingang zum Kaufunger Wald
 

Man nehme...

1 1/2 kg Rotwildkeule

3,3 dl Bier

1 dl Sojasauce

6 -7 Wachholderbeeren

8 Pfefferkörner

2 Zwiebeln

nach Wunsch Knoblauch, getrocknete Pilze

Lorbeerblatt

2 Fleischbrühewürfel

etwas Wasser

 

...und bereite zu:

Fleisch mit Salz, Pfeffer, Lorbeer würzen,

rundherum scharf anbraten.

Bier, Sojasauce, Wachholderbeeren, Pfefferkörner und Zwiebeln etc. zugeben.

Brühewürfel in etwas Wasser auflösen und an den Braten giessen.

Im Backofen bei ca. 180° C 1 1/2 bis 2 Stunden braten.

 

 


  Weinempfehlung:

Freudenberger Blauburgunder
aus dem im Revier gelegenen Weinberg unseres Mitpächters
Hans Peter Komminoth, 7304 Maienfeld
081 302 26 17

Fläscher Blauburgunder Auslese Barrique
von Thomas Marugg
, Fläsch

http://www.marugg-weine.ch/

 

     

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Aktualisiert: 03.02.2011

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