Jahresbericht 2010 von Max Riederer, Pächter Revier Pardiel
Im März 2011
Liebe Jagdkameraden,
Anlässlich der Hauptversammlung vom 18. März 2010 habt ihr mich
zum „Jahresbericht-Ersteller“ für das Jahr erkoren. Diesem
Auftrag bin ich natürlich gerne nachgegangen.
Ich möchte mich bei euch, geschätzte Jagdkameraden, herzlich für
euere tolle Bereitschaft und eueren grossen Einsatz bedanken.
Sei es bei den Hegearbeiten, auf der Jagd oder anschliessend zu
gemütlichen Stunden im „Bannhöfli“ – es war einfach schön mit
euch. Nur durch den Eifer von euch Kameraden ist es möglich, ein
so schönes Jagdjahr, wie das vergangene zu erleben.
Persönlicher Rückblick
Mir liegt die „Schalfa-Hütte“ natürlich sehr am Herzen. Nach
zweijähriger Bauzeit wurde sie nun fertig gestellt. Für das
Brennholz ist im neu erbauten Holzschopf auch genügend Raum.
Der Hütte letzten Schliff hat Peter Bonderer mit dem schönen
Schriftzug „Schalfa“ gegeben. Wir dürfen uns alle über eine
solch prächtige Jagdhütte freuen. Am 6. Oktober 2010 haben
Jules Mullis und Hansjörg Danuser von der Ortsgemeinde Bad
Ragaz unsere „Schalfa“ begutachtet. Ich glaube sie waren
überrascht die Hütte in einem solch guten Zustand zu sehen.
Bei den anschliessenden Verhandlungen über Miete und Vertrag
haben wir auch ihr Wohlwollen gemerkt. Unsere Mühe hat sich
zweifellos gelohnt.
Im April 2010 gingen einige von uns nach Bonaduz um die
Jagdwaffen einzuschiessen. Leider klappte dies nicht so gut
wie im Vorjahr. Wir mussten uns anstehen und anschliessend
einige Schüsse unter Zeitdruck abgeben. Dies können wir
dieses Jahr besser lösen.
Am Ende des Jagdjahres durften wir uns über neue Jägerjacken
freuen. Zusätzlich haben wir alle von Peter Bonderer eine
bestickte Kappe geschenkt bekommen. Mit dieser prächtiger
Jacke und Kappe können wir uns sicher sehen lassen.
„Schweizermeister“ mit diesem Titel konnte sich Amadeus
Muoth küren. Anlässlich des 20. Eidgenössischen
Bläserschiessen vom 20. Juni 2010 in Grosswangen gewann er
im Gruppenwettkampf. Herzliche Gratulation!
Hege und Pflege in unserem Revier
Obwohl die Hege eine mühsame Arbeit des Jägers ist, wissen
wir um ihre enorme Wichtigkeit. Uns allen ist bekannt wie
schnell eine gerodete Fläche verwildert und zuwächst. Wir
sind uns bewusst, wie schnell ein Hochsitz nicht mehr sicher
ist. Uns ist klar wie schnell sich der Lebensraum für Tiere
ändert. Ich denke da vor allem an die unaufgeräumten
Holzschläge an denen wir die Wildwechsel jährlich freilegen
müssen. Sogar die Salzstöcke werden von der planlosen
Holzerei nicht verschont.
Schon früh begann unser Obmann mit dem Salzen. Im April ging
es dann mit unseren ersten Arbeitstagen los. An vier
Samstagen und einigen Abendeinsätzen wurden die notwendigen
Frühlingsaufgaben bewältigt. Im Juni wurden die Arbeiten für
das Mähen der Schneisen verteilt. Die Schneisen wurden unter
den Pächtern zugeteilt. So konnte diese jeder Pächter
selbständig mit seinen Kollegen mähen. Damit wird ein
Grossteil unserer Schneisenfläche unterhalten.
Mir persönlich gefällt diese Regelung sehr gut. Ich hatte
damit die Möglichkeit mit meinen Jagdgästen die Arbeiten an
einem oder zwei schönen Frühsommerabenden durchzuführen. Und
dies ohne Druck von unserem „Guru“. Mit den Sommerferien kam
die Zeit für das alljährliche Heuen. Mit grossem Einsatz
ging dies wieder „ruck-zuck-zack-zack“ und der Heuet gehörte
wieder der Vergangenheit an.
Auszug aus dem Protokoll vom 11. August 2010
Zitat Reto Laetsch
Heuen
Organisation und Maschinen haben funktioniert. Das gute
Ergebnis ist dank vielen Helfern und grossem Einsatz erzielt
worden. Einer der Helfer aus dem „Hegen und Jagen“ Programm,
konnte inzwischen seinen „Lohn“ abholen. Er konnte einen
guten Rehbock erlegen.
Jagdschiessen „Schalfa“
Am 5. Juni 2010 bei schönem Frühsommerwetter haben wir das
traditionelle interne Jagdschiessen durchgeführt. Ein
durchaus spannendes Ereignis. Wer hat die stärksten Nerven,
die ruhigste Hand oder am Ende am meisten Glück? Jagdmeister
wurde unser Obmann. Sieger der Gamsscheibe war Reto Laetsch.
Und das Können oder Glück auf den „Mungg“ bewies Pepa
Komminoth. Nach dem Jagdschiessen hatten wir einen
wunderschönen Nachmittag mit unseren Familien.
Jagdwoche vom 27. September bis 02. Oktober 2010
An diesem Montagmorgen sind die meisten Pächter mit bester
Jagdlaune in die Jagdwoche eingerückt. Nach der gesetzlichen
Predigt unseres Obmann ging’s dann auch los. Wir durften
eine tolle Woche miteinander verbringen. Das Hüttenleben in
der frisch renovierten „Schalfa“ war ein richtiger Genuss.
Die Jagdstrecke war ende Woche auch ansehnlich.
Jagd auf Schalenwild
Rehwild
Die Rehjagd verlief gut, dank unserem Abschussplan und der
hohen Qualität der Lebensräume konnten wir starke Rehböcke
erlegen. Bis zum Jagd-Ende wurden 33 Rehe geschossen.
Gamswild
Gemäss unserer Planung wurden drei Gämsen erlegt.
Rotwild
Unsere schonende Jagd auf Hirschspiesser und Alttiere wurde
von uns Pächtern auch im vergangenen Jahr eingehalten. Trotz
Fehlverhalten im Forst konnten wir auf eine gute Jagdstrecke
zurückschauen.
12 Kälber (7 Stk. m., 5 Stk. w.) 1 Schmaltier
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1 Alttier |
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7 Stiere |
(1 14-ender, 1 12-ender, |
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1 8-ender, 2 6-ender „sog. Pfupfer“, |
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2 Spiesser) |
Total wurde 21 Stück Rotwild erlegt.
Reto Laetsch und Roland Widrig konnten ihren ersten Stier im
Revier schiessen. Urs Thomann durfte dank seinem
Jagdinstinkt einen tollen Vierzehnender erledigen. Diesen
Abschuss hat er gebührend im Klosterhof (Nachbarrevier)
gefeiert.
Gesellschaftsjagd 2011
Wir hatten meist gut besuchte Anlässe. Wir konnten unseren
Arbeitern und Gästen interessante Jagden organisieren. Für
Speis und Trank war auch immer bestens gesorgt. Und die
anschliessenden Gesangsstunden werden allen in Erinnerung
bleiben.
Schlussjagd
Die Schlussjagd wurde dank unseren Schwimmern auch zum
Erfolg.
Zusammenarbeit mit den Behörden
Die alljährliche Behördenjagd fand am 6. November 2010
statt. Dank diesem Anlass pflegt man eine kameradschaftliche
Beziehung zu den Gemeindevorständen. Wir hoffen, dass im
Herbst 2011 mehr Leute unserer Einladung folgen werden. Dank
der guten Beziehung mit der Rothirsch-Hegegemeinschaft 2
sind sogar unsere Heuvorräte inventarisiert. Trotz unserer
Bemühungen hat die Zusammenarbeit mit dem Forst nicht ganz
geklappt. Wir wurden praktisch nicht über die Vorhaben der
Forstgruppen informiert. So wurden die Holzschläge „Prodchopf“,
„Ahoriloch“ und „Chendelegg“ in einer für das Wild sehr
ungünstigen Zeit bearbeitet. Der Forst nimmt keine Rücksicht
auf das Wild und deren Jäger. Wir sind jedoch geduldig und
hoffen im 2011 auf mehr Rücksichtnahme.
Ich möchte mich noch einmal bestens für die Einsatzstunden
bei Hege und Jagd bedanken. Allen ein „Weidmannsheil für die
nächste Jagdsaison.
Max Riederer